Vom Atlantik zu den 12 historischen Dörfern
Ein Höhepunkt dieser Rundreise in der Mitte von Portugal sind die denkmalgeschützten, historischen 12 Dörfer, die sich zu einem Entwicklungsprojekt zusammen geschlossen haben.
Die Dörfer aus dem Mittelalter wurden restauriert und mit Gastronomie und Unterkünften auf den Tourismus vorbereitet. Heute leben dort wieder Menschen in der angestammten Heimat und bieten dem Besucher wunderschöne Bilder des Portugals von damals.
Jedes Dorf ist anders, sowohl was die Lage in der Natur, das Erscheinungsbild, als auch die geschichtlichen Rolle angeht. Wir haben drei Orte für insgesamt 4 Nächte auf dieser Rundreise ausgesucht, in denen Sie übernachten werden.
Dabei ist für 2 Nächte auch eine wunderschöne Pousada, eine sehr stilvolle, historische Unterkunft in einem alten Convent aus dem 13. Jahrhundert. So haben Sie Zeit genug, auch die anderen Orte zu besuchen.
Ihre Reise beginnt und endet in Porto. Die alte Stadt, geprägt vom berühmten Portwein, bietet mit einem morbiden Charme ein außergewöhnliches Erlebnis. Besonders schön der mittelalterliche Kern mit schmalen Gassen, Geschäften und Cafés und viel Kopfsteinpflaster. Porto wird von vielen Städten regelmäßig angeflogen. Nach dem Besuch der historischen Dörfer werden Sie westlich bis zum Atlantik fahren. Dort haben wir am bzw. nahe zum Atlantik für Sie eine Übernachtung vorgesehen, bevor Sie nach Porto für eine letzte Nacht zurückkehren. Natürlich bietet es sich an, vorher z.B. eine weitere Woche oder ein paar Tage für einen Strand- und Erholungsurlaub anzuschließen.
Reiseverlauf:
1. Tag:
Vielleicht reisen Sie mit dem eigenen Auto an, ansonsten landen Sie mit dem Flugzeug in Porto, das von vielen Städten aus direkt angeflogen wird. Eine erste Nacht ist in dieser alten Stadt an der Mündung des Douro in den
Atlantik geplant. Zeit um durch die mittelalterliche Innenstadt zu spazieren oder entlang des Douro mit Blick auf die berühmte, imposante alte Brückenkonstruktion, dem Wahrzeichen der Stadt, zu flanieren. Lassen Sie vor allem die Atmosphäre auf sich wirken. Übrigens die Altstadt von Porto ebenso wie das gegenüberliegende Douroufer mit den Portweinkellern und das Gebiet des Douro selbst, sind als UNESCO Weltkulturerbe eingestuft. Für den Abend haben Sie die Qual der Wahl für eines der kleinen Lokale in dem Sie Ihr erstes, typisch portugiesisches Mahl preiswert genießen können. Oder/und Sie besuchen eines der Fado-Lokale, um typische, portugiesische Mentalität hautnah zu erleben.
2. Tag:
Nach dem Frühstück verlassen Sie Porto und fahren ostwärts in Richtung der spanischen Grenze. Eine der alternativen Routen dorthin führt in Peso da Regua über den Douro, der hier landschaftlich besonders schön beeindruckt. Die Fahrt führt weiter über Viseu, eine alte Stadt aus grauem Stein, aber gleichzeitig grün, gastfreundlich und belebt, wurde Viseu beim Ranking für Lebensqualität als beste Stadt Portugals bewertet. Es lohnt sich, in den engen Gassen herumzulaufen und die Rua Direita oder die Rua Escura mit Häusern aus dem sechzehnten Jahrhundert zu entdecken, an denen gotische Wasserspeier und Fenster erhalten sind. Ein Höhepunkt ist sicherlich der Hof der Kathedrale. Den ersten der 12 historischen Dörfer erreichen Sie in Troncoso. Die Altstadt mit den engen Gassen hat das
mittelalterliche Flair erhalten. Das historische Zentrum von Trancoso ist von mittelalterlichen Mauern umgeben und enthält ein Judenviertel, in dem wir hebräische Symbole entdecken können, die in die Steine der Häuser eingraviert wurden. Der auf einer Hochebene liegende Ort diente ehemals als Truppenstandort im Dienste der Verteidigung gegen Spanien. Nur eine Tageswanderung zu Fuß entfernt, machen Sie mit dem Auto Ihren nächsten Stopp in Marialva. Ebenfalls ein wichtiger militärischer Stützpunkt, besticht der Weiler durch die fantastische Lage auf einem damals schwer zugänglichen Felsen. Spazieren Sie entlang der mittelalterlichen Gassen bis zum kleinen Hauptplatz mit der Mutterkirche und dem manuelinischen Eingangstor. Bereits im 6. Jahrhundert bewohnt vom Stamm der Araver, erorberten später Römer, Soeben und dann Araber den Ort. Erst mit der Erfindung der Feuerwaffen verlor der bis dahin geschützte Ort seine Bedeutung. Ihr heutiges Ziel ist Almeida. Almeida ist das
nordöstlichste der 12 Dörfer und liegt in unmittelbarer Nähe der spanischen Grenze auf einer Hochebene. Damit ist auch klar, dass Almeida insbesondere der Verteidigung gegen das benachbarte Land diente. Die noch gut erhaltenen Festungsmauern bilden einen zwölfzackigen Stern mit je einer Bastion an einem Zacken. Innerhalb der Festung mit einem Durchmesser von 2,5 km liegt sehr harmonisch der alte Ort. Diverse Kirchen und schöne alte Häuser gilt es zu entdecken.
3. Tag:
Vielleicht unternehmen Sie noch einen kleinen Spaziergang durch das Dorf, dann steht eine kurze Fahrt zu Ihrem nächsten Übernachtungsort, dem kleinen Städtchen Belmonte auf dem Programm. Belmonte wurde als eines der letzten Dörfer in die Gemeinschaft der historischen Dörfer aufgenommen und ist mit seiner etwas kargen Granitarchitektur heute eher schon ein kleines Städtchen. Berühmt ist die Ortschaft, durch den Seefahrer Pedro Álvares Cabral, der 1500 Brasilien entdeckte, und hier das Licht der Welt erblickte sowie durch die Tatsache, das hier Juden aufgenommen wurden, die im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert aus Kastilien ausgewiesen wurden. Auch heute gibt es noch eine aktive Gemeinde, die die Synagoge besucht. Etwas außerhalb vom Städtchen liegt ein altes Convent, das heute zu einer stilvollen Pousada umgewandelt wurde und Ihnen nun für 2 Nächte als Quartier dient. Das Convent geht auf eine Gründung im 13. Jahrhundert zurück. Aus den Ruinen des Kloster ist die heutige, stilvolle Pousada entstanden. Schon
die Zufahrt zum Hotel verspricht einen entspannten Aufenthalt. Man fährt durch einen üppig bewachsenen Garten bis man das Haupthaus erreicht. Vom Hotel und von dem Steinschwimmbecken darunter hat man einen wunderschönen Blick auf das davor liegende Tal und die dahinter gelegenen Bergketten. Es gibt 24 Zimmer und ein Gourmetrestaurant sowie Lounge und Bar in der ehemaligen Kapelle. Bei schönem Wetter sitzt es sich wunderschön auf der großen Terrasse, auf der dann auch zum Essen eingedeckt wird.
4. Tag:
Nach einem entspannten Nachmittag am Vortag in dieser wunderschönen Unterkunft und dem Ort Belmonte schlagen wir Ihnen heute eine Rundfahrt auf einer landschaftlich sehr schönen Strecke zu drei weiteren der historischen Dörfer vor! Ihr erstes Ziel ist Monsanto, das durch eine ganz besondere Bebauungsform imponiert. Die Häuser nutzen die Granitfelsen als Wände und mancher Felsbrocken dient sogar als Dach. Das sind die Häuser mit nur einem Dachziegel! Eine Gemeinde perfekt in die gegebene Landschaft eingepasst. Aber auch verschiedene vornehme Herrenhäuser sowie manuelinische Portale zieren das Dorf. Nicht weit von Monsanto und immer noch im Grenzgebiet zu Spanien liegt der nächste Ort, Idanha-a-Velha. Heute ein friedlich ruhiger Weiler, lag er einst auf der Römerstraße der iberischen Halbinsel. Im 8. bis 12. Jahrhundert wurde der Weiler fast so reich wie Lissabon. Später verlor das Dorf nach und nach an Bedeutung, aber auch heute spürt man auf einem Bummel durch den Ort noch die einstige Bedeutung.Weiter geht es in westlicher Richtung, weg aus dem Grenzgebiet zu Spanien nach Castelo de Castelo Novo. Die Ortschaft besticht durch die prächtigen Herrenhäuser vornehmer Adliger der Region. Im Ort gibt es auch noch die Reste einer Lagariça ein enormer, aus Stein gehauener Raum , in dem traditionell der Wein der Dorfbevölkerung mit Füßen ausgepresst wurde. Von hier sind es knapp 50km zurück nach Belmonte, Ihrem Ausgangspunkt der heutigen kleinen Rundreise. Genießen Sie am Abend vielleicht die vorzügliche, regionale Küche der Poussada, in der Sie auch die zweite Nacht in Belmonte verbringen werden.
5. Tag:
Heute steht eine etwas anstrengende Gebirgsstrecke zu einem entlegenen der zwölf historischen Dörfer, dem Ort Piodao
auf dem Programm. Die Fahrt selbst ist landschaftlich von besonderem Reiz! Eingebettet in das Naturschutzgebiet Serra do Açor genießt man herrliche Aussichten von diesem Gebirgsort. Das Wahrzeichen dieses Gebirgsdörfchen mit seinen engen, gekrümmten Gassen ist der Schiefer, der hier in großen Mengen vorhanden ist. Die Abgeschiedenheit dieses Fleckens mit den nur aufwendigen Transportmöglichkeiten ist sicherlich ein Hauptgrund, dass das Dorf noch so gut erhalten ist. Die exponierte Lage und das intakte Dorfbild machen Piodao trotz der mühsamen Anfahrt heute zu einem beliebten Touristenziel. In Piodao haben wir dann auch die letzte Nacht Ihrer Rundreise durch die zwölf historischen Dörfer geplant. Alternativ übernachten Sie im nachfolgenden Ort, den Sie ansonsten am nächsten Tag erreichen werden.
6. Tag:
Wieder zurück auf der traumhaften Gebirgsstraße gen Norden ist heute Linhares da Beira Ihr letztes Ziel zu den zwölf historischen Dörfern. Der Name Linhares weist wohl auf die wirtschaftliche Vergangenheit hin, als in diesem Gebiet einst für Leinen das wichtigste Anbaugebiet war. Das harmonische Bild des Ortskern zeigt schlichte Häuser aus Granit neben vornehmen Herrenhäusern. Überragt wird das ganze durch die imposante Burganlage, hoch oben auf einem Felsen.
Das Dorf passt sich wunderschön in die umgebende Landschaft ein und von der Burg genießen Sie ein einmaliges Panorama! Nun verlassen wir die zwölf historischen Dörfer und passieren auf der Fahrt zum Atlantik einen weiteren landschaftlichen Höhepunkt Portugals, den Parque Natural da Serra da Estrela. Der Naturpark ist das größte Schutzgebiet Portugals und liegt im zentralen Gebirgsmassiv auf einem nach Nordosten geneigten Hochplateau, in das die vielen Flüsse tiefe Täler gegraben haben. Riesige Felsen prägen das Landschaftsbild. Wenn Sie diesen höchsten Gebirgszug des Festlands von Portugal verlassen haben, steuern SIe den heutigen Übernachtungsort am bzw. in der Nähe zum Atlantik an. So z.B. das Städtchen Mira. Es liegt 7km entfernt vom Strand im Inland. Preia de Mira der dazugehörige Strandort ist ursprünglich ein Fischerort. Aber auch heute zieht es noch Fischer in ihren mit langen, gewundenen Bogen versehenen Booten aufs Meer. Früher wurden dann die Schleppnetze mit Ochsen an den Strand gezogen. Diese Aufgabe übernehmen heute Traktoren. Der Fisch wird dann direkt aus den Netzen am Strand verkauft! Praia de Mira und die Umgebung glänzt mit hervorragenden, feinsandigem, weißen Sand. Das Meer ist rauh und zieht zahlreiche Surfer an. Hinter dem Ort erstreckt sich eine Frischwasserlagune, umrahmt von herrlichen Wäldern. In den Lagunen kann man schwimmen, segeln und kanufahren. Ein ausgewiesener Fahrradweg führt entlang der Küste, durch Dünen und vorbei an Lagunen. Die ganze Gegend lädt mit einer Vielzahl an Restaurants, Cafés und Bars sowie Unterkunftsmöglichkeiten zu einem entspannten Urlaub in herrlicher Umgebung ein. Der Strand von Mira trägt die Blaue Flagge, das Atlantikwasser erreicht im Sommer allerdings mal gerade gut 16 C.
7. Tag:
Eine Nacht an der herrlichen Atlantikküste ist vielleicht nicht genug. Gerne planen wir ein paar Tage oder z.B. eine Woche zusätzlich dort für Sie ein! Auf der Rückfahrt nach Porto steht noch ein weiterer Höhepunkt, das kleine
Städtchen Aveiro auf dem Programm. Dort stehen ebenfalls Unterkünfte in Strandnähe zur Verfügung. Aveiro, das auch als das Venedig von Portugal bezeichnet wird, ist geprägt von einem Netz an Kanälen auf denen die „barcos moliceiros“ (Seetang-Boote) umherfahren. Diese schlanken und farbenfrohen Boote dienten dazu, Algen und Seegras zu sammeln und werden heute für touristische Spazierfahrten benutzt. Aber auch ein Spaziergang durch dieses Städtchen mit seinen bunten Häuser ist ausgesprochen lohnenswert. Dabei ist die Nähe zum Meer mit den endlosen Stränden ein weiterer Pluspunkt. Die Rundfahrt dieser Reise endet schließlich wieder in Porto, wo wir die letzte Nacht für Sie eingeplant haben. Vielleicht reicht die Zeit dort noch eine der vielen barocken Kirchen zu
besuchen. Porto wird deshalb auch als Barockstadt bezeichnet. Oder Sie überqueren das Dourotal in der Stadt auf einer Brücke und fahren noch mit der Seilbahn hinunter zu den berühmten Portweinkellern der Stadt um einen Probeschluck zu genießen!
8. Tag:
Gerne verlängern wir Ihren Aufenthalt auch in Porto, um die Stadt in Ruhe weiter kennenzulernen. Ansonsten endet die Reise heute!
Autorundreise Portugal: Vom Atlantik zu den 12 historischen Dörfern
8 Tage/7 Nächte
Leistungen: 7 Übernachtungen mit Frühstück in Unterkünften der Mittelklasse, teils in den charmanten Unterkünften aus unserer Kategorie „FENER Ambiente Domizile“. Porto - Almeida* - Belmonte (2 Nächte in einer stilvollen Pousada) - Piadao* - am bzw. in der Nähe des Atlantiks zwischen Mira und Aveiro - Porto Unterkunft im Doppel- bzw. Einzelzimmer jeweils mit Frühstück.
Optional einen Mietwagen ab/bis gebuchten Flughafen mit sehr umfangreichen Leistungen (u.a. unbegrenzte Kilometer, alle Flughafengebühren, Vollkasko ohne Selbstbehalt, erhöhte Deckungszusage für Haftpflicht und keine Ausschlüsse in der Haftung für Reisen, Glas und Unterboden. Diebstahlversicherung)
Für die Rundreise erhalten Sie außerdem eine ausgearbeitete, auf „Google maps“ basierende Streckenführung für das Handy/Laptop mit allen gebuchten Unterkünften sowie Vorschlägen für Besichtigungen unterwegs.
Preise und Termine (2026): täglicher Beginn, ganzjährig ab/bis Porto
Preis pro Person im Doppelzimmer (Einzelzimmer auf Anfrage) € 675,- (August + € 20,-) andere Kategorien auf Anfrage Optional außerdem: Verlängerungstage in jedem Ort der Rundreise, insbesondere auch am Atlantik für einen zusätzlichen Strandurlaub.
Kombinierbar mit weiteren Urlaubsorten. An- und Abreise ab dem Heimatort.
Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist.
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